Der Weg zum Abitur führt über Eupen

Erst am Collège Patronné - dann am Königlichen Athenäum

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KAPITEL 3 - WOHNEN IN DER FLÖG UND MITTELSCHULE IN EUPEN
Nach dem sechsten Schuljahr in der Volksschule in Hauset besuchte ich die Mittelschule in Eupen, das Collège Patronné, das Bischöfliche Gymnasium sozusagen. Ich fuhr vom Zollamt Köpfchen mit dem Bus bis zur Ecke Hookstrasse in Eupen. Nach vier Jahren wechselte ich die Schule und besuchte das Königliche Athenäum am Lascheter Weg, wo ich 1966 das Abitur machte.
Kapitel 3 Mittelschule in Eupen 1959-196
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Von Hauset nach Eupen 

 

Schon lange, bevor das sechste Schuljahr abgeschlossen war, machten sich Lehrer, Eltern und Schüler auf die Suche nach einer geeigneten Bildungsanstalt, denn es war bei guter schulischer Leistung nicht angeraten, die Schulpflicht bis zum 8. Schuljahr in Hauset zu absolvieren. Für sich selbst hatte meine Schwester Monique die Mittelschule in Kelmis ausgesucht, die auch mit dem Fahrrad zu erreichen war. Mein Bruder Siegfried besuchte für kurze Zeit die Don Bosco Schule in Welkenraedt, von Hergenrath aus mit dem Pendelzug zu erreichen. Zu meiner Zeit, immerhin schon sechs Jahre später, war mit dem Bus auch der Weg nach Eupen möglich. Einige Schulfreunde meines Schuljahres hatten die Hauseter Schule schon nach dem 5. Schuljahr verlassen, andere wiederum standen vor einer ähnlichen Entscheidung wie ich selbst. In meinem Fall hatten meine Eltern sich wohl wegen der zwingenden Empfehlung von Hauptlehrer Cravatte für das Collège Patronné in Eupen entschieden, der katholischen, bischöflichen Mittelschule. Aus Hauset begleitete mich hier nur Karl-Heinz Hoven, in den Jahren danach fanden auch noch andere, wie zum Beispiel Engelbert Güsting, den Weg nach Eupen.  

 

Ich selbst bestieg den Linienbus am Zollamt Köpfchen. Der Bus fuhr in den ersten Jahren noch nicht von Aachen kommend nach Eupen durch. Beide Buslinien, sowohl die deutsche als auch die belgische, kehrten am Zollamt wieder um. Von dort fuhr der belgische Bus nach Eupen zurück, über Hauset Dorf, wo auch die anderen Schüler zustiegen. Ich musste spätestens um sieben Uhr das Haus verlassen, um den Bus um sieben Uhr dreißig an der Haltestelle Köpfchen zu erreichen. Von der Haltestelle Eupen Ecke Aachener Straße-Hookstraße (dort befand sich damals das Elektrofachgeschäft Niederau) ging es dann zu Fuß hinunter zum Werthplatz, und dann noch einen kurzen Weg zum Kaperberg 4-6, dem altehrwürdigen Gebäude der Schule, im Couvenstil errichtet. Zurück fuhren die Schüler je nach Stundenplan mit dem Bus ab Eupen um sechzehn Uhr oder sogar erst um siebzehn Uhr nach Hause. Entsprechend war ich erst um fünf oder gar um sechs Uhr zu Hause.

 

 

 

 

Die Mittelschuljahre im Collège Patronné

 

Die Jahre im College waren sehr wechselvoll. Was die Lehrer betrifft, so waren ein Teil Geistliche, einige wohnten sogar im Gebäude selbst. Der andere Teil des Lehrpersonals war sozusagen zivil, entweder deutschsprachig oder französischsprachig. Es war eine Mittelschule nur für Jungen und es gab auch nur Lehrer an der Schule. Insgesamt verbrachte ich vier Jahre an dieser Bildungsstätte. 

 

Von den Lehrern sind mir eine ganze Reihe in guter Erinnerung geblieben, so der Deutschlehrer Dethier, der Geschichtslehrer Pitz (mit dem wir in einem Jahr eine Klassenfahrt nach Tirol machten), der Musiklehrer Mommer, Chefdirigent des Eupener Männerquartetts, Freddy Nijns, unser Lehrer für Zeichnen und Erdkunde. Schwieriger war es in den Fächern Physik, Mathematik mit Professor Jacques Keil (er war kein Universitätsprofessor, sondern aus dem Französischen übersetzt war der „professeur“, der Unterrichter, eben Professor). Hier und in anderen Fächern waren die Lehrer zum Teil französischsprachig, ob sie nun Geistliche waren oder nicht. 

 

Die Autonomiebewegung hatte sich in Ostbelgien noch nicht in Bewegung gesetzt, auch die Sprach-gesetzgebung, die den Gebrauch der Sprache im Unterrichtswesen regelte, trat erst 1962 - 1963 in Kraft, da war mein Aufenthalt am College schon beendet.. Der Unterricht wurde bis dahin teilweise in französischer Sprache gegeben. Berühmt berüchtigt unter der gesamten Lehrerschar des College war der Aufseher Boelen, ein Geistlicher, der auch vor gelegentlichen Schlägen nicht zurückschreckte, vor allen Dingen dann, wenn man zu seiner Kanzel im Studiensaal zitiert wurde, weil das eine oder andere vorgefallen war. Hier hielten sich alle Schüler zum Lernen während der freien Stunden auf, was den Vorteil hatte, dass ein Teil der Hausaufgaben bereits erledigt werden konnte. Ich wurde im Großen und Ganzen verschont, mit einer Ausnahme nämlich, als ich Edgar Cüpper, dem späteren belgischen Olympiateilnehmer und Olympiasieger im Springreiten, einen Kinnhaken versetzt hatte und dieser zu Boden ging. Daraufhin wurde ich zumindest zitiert und bestraft, zumal seine Mutter sich persönlich und direkt auf dem Schulhof für ihren Edgar bei den Lehrern einsetzte. Lehrer für Sport war der allseits bekannte Kurt Ortmann, der Jahre später auch in dem deutschsprachigen Ableger der PSC, der Christlich Sozialen Partei, politisch aktiv wurde.

 

Die Schüler kamen aus allen Gemeinden des Eupener Landes und teilweise darüber hinaus. Die Raerener erschienen uns in der Mehrzahl, auch in dem Bus, der uns zur Schule brachte. Bald hatten wir aber auch Freunde aus Eynatten, aus Kettenis, aus Walhorn und Kelmis, ja aus Eupen selbst. Auf dem Schulhof verbrachten wir meist die Zeit mit Fußballspielen, teilweise auch mit einem Ball, der nur fünf Zentimeter groß war. Auch hier zeichneten sich die Raerener stets besonders aus, durch Einsatz, Härte und Siegeswillen. Namen wie Emontspool, Mennicken, Kirschvink, Furth und ähnliche wurden mir ab da geläufig. 

 

Die Mittagsversorgung war im Refektorium vorgesehen, hier konnte man die mitgebrachten Speisen zu sich nehmen oder man wurde zumindest teilweise versorgt. Freitags hatten wir eine Sondergenehmigung, um in der Stadt eine Tüte Fritten zu holen oder dort zu essen, was wir in der Frittenbude Mockel erledigten, in der Hookstraße gelegen.

 

Ohne Zweifel war die Schülerreise nach Holzgau im Lechtal (Tirol) für die teilnehmenden Klassen ein großes Erlebnis. Neben zwei Lehrern begleiteten uns ältere Schüler, denn wir waren Selbstversorger und brauchten Hilfe. Deshalb ging auch viel Zeit darauf, diese Versorgung gemeinsam sicher zu stellen. In Erinnerung habe ich, dass es den Köchen einmal nicht gelungen ist, eine Rinderzunge weich zu kochen, obschon sie mehrere Stunden im Kochtopf verharrte. Es muss wohl eher ein alter Ochse gewesen sein. Die Schülergruppe besuchte auch die Stadt Innsbruck, die im folgenden Jahr die IX. Olympischen Winterspiele von 1964 austragen sollte. Wie der Zufall es wollte, entdeckte ich  während des Stadtbummels auf der anderen Seite der Straße meinen Nachbarn Willy Scheiff mit seiner Frau Marianne, die in Tirol Urlaub machten.

 

Während ich das erste und zweite Jahr noch mit durchschnittlich guten Noten hinter mich brachte, traf mich im dritten Jahr ein Rückschlag. Hier hatte der Französischlehrer Parrière eine Mitschuld, denn die schlechte Note, die dieser allgemein als Ekel bekannte Erzieher mir gab, konnte ich auch durch die Nachprüfung nicht verbessern, sodass ich das Jahr doppelt machen musste. In dieser Zeit versuchte ich, die Schule zu wechseln. 

Von den Lehrern am College sind mir noch einige andere namentlich in Erinnerung. Der Lehrer Pitz für alte und neue Geschichte, war ja mit uns nach Tirol gereist.  Der Geistliche Direktor der College Patronné war Jean Müllender, ein weiterer Geistlicher war Walter Greimers, der oft die Messe las (die in der Kapelle der Schule stattfand), aber die Schüler nicht wirklich disziplinieren konnte. 

 

 

 

Zu Hause war eigentlich nicht so sehr viel Freizeit, denn ich musste  ja früh aufstehen, meist so um halb sieben, und ich kam auch recht spät zurück, kurz vor fünf oder manchmal auch erst kurz vor sechs. Dies lag an den Busverbindungen. Ich musste ja zum Zollamt Köpfchen und mein Fahrrad stellte ich bei Willy Scheiff ab, im letzten Haus vor der Grenze. Damals hat man sich nicht beklagt über diesen Stress, der ja unterbrochen wurde durch den Mittwoch, denn da war am Nachmittag frei. Die Schulaufgaben hatte ich meist schon erledigt in der Schule, der Rest wurde im Bus nochmal aufgefrischt. 

 

Viel hielt ich mich in dieser Zeit entweder mit Bernd Grassmann auf. Am Samstag war auch keine Unterricht mehr so dass ich mich hier der Jugendgruppe und dem Sport widmen konnte. In Hauset organisierte den Sport die Jungengruppe der Landjugend, eigentlich muss ich sagen, dass ich  diese Sportveranstaltungen auch selbst organisierte. Da waren Fußballturniere, aber auch Tischtennis und Leichtathletik. In der Leichtathletik war ich noch aktiv, als ich schon die nächste Schule besuchte, denn der LAC Eupen stand damals in voller Blüte und so organisierten wir auch Winterläufe. 

 

Allerdings war ich selbst nicht Mitglied im LAC Eupen sondern seit 1962 bereits Mitglied der Alemannia Aachen. Das war auch wegen dem Fußball. Der Vater von Edgar Janssen, Mathias Janssen, nahm uns beide immer mit zum Tivoli um dort die Spiele der Alemannia in der Regionalliga West zu besuchen. Ich selbst beteiligte mich allerdings in der Leichtathletikabteilung, und ging zum Training zum Waldstadion. 

 

Meine Eltern konnten mir generell wenig helfen, auch nicht bei dieser Entscheidung. Meine Mutter ging sogar so weit, mir zu empfehlen, arbeiten zu gehen. Zu Hause war das Geld nicht üppig. In diesem Augenblick war es meine Schwester, die mir riet, weiter zu machen, auch eventuell in Aachen. Ich selbst meldete mich beim Rhein-Maas-Gymnasium an, das gerade gegründet worden war und wo Französisch auch Unterrichtssprache war. Letztendlich scheiterte aber meine Anmeldung dort an Formalien (Anerkennung der Schuljahre), sodass ich mich doch entschloss, das Jahr am College zu wiederholen. Um es kurz zu machen, ich bestand dieses Jahr, wechselte dann zum Königlichen Athenäum (Athenée Royal) in Eupen, wo, so hieß es, das Lernen leichter sei. Auch andere Weggefährten hatten inzwischen die Schule verlassen, Karl-Heinz Hoven würde ich viele Jahre später beruflich wieder treffen, wenngleich wir auch beide nach wie vor in Hauset wohnten und uns dort natürlich bei anderen Gelegenheiten begegneten. 

 

Die Zeit im College war auch geprägt durch viele andere Erlebnisse, vor allen Dingen sportlicher Art. So gab es in Eupen regelmäßig Crossläufe durch die Wiesen hinter dem College gelegen, in Richtung Nispert, wo wir an verschiedenen Tagen während der Turnstunde Rennen liefen. Hier waren es wieder Raerener, die sich besonders auszeichneten, aber ich konnte mich doch im guten Mittelfeld behaupten. Die Sportaktivitäten wurden sowohl in der Schule ausgeweitet als auch im Privatleben. Die Schule veranstaltete im Stadion in Eupen regelmäßig Leichtathletikmeetings, ich  nahm meist an den Mittelstrecken- und Langläufen teil und konnte auch bei den Winterläufen vordere Plätze erobern. Auch begehrt waren die silbernen und bronzenen Medaillen für Leibeserziehung, die ich Jahr für Jahr im Schulsport einheimste. Dabei wurden wir, wenn die Veranstaltungen auf Provinzebene zum Beispiel in Verviers stattfanden, auch so manches Mal benachteiligt.

 

Ein Jahr während der Ferien hatte ich einen Ferienjob bei der Post, den mir der Briefträger Josef Brandt vermittelt hatte als sein Vertreter. Es war schon toll dass man mir vertraute, denn ich musste die Rentenschecks verteilen und hatte auch oft Briefmarken für den Zoll von mehreren 10.000 Franken dabei. Rententage bekam ich dafür 60 Jahre später auch noch angerechnet. Zu Hause orientierte ich mich allerdings mehr nach Aachen und hier zur Alemannia. Ich war dem Verein 1962 als Mitglied der Leichtathletikabteilung beigetreten. Die Abteilung trainierte im Waldstadion, welches nicht allzu weit von zu Hause lag und mit dem Fahrrad zu erreichen war. Auch besuchte ich die Fußballspiele der Alemannia am Tivoli in Aachen, dies sehr oft in Begleitung meines Namensvetters Edgar Janssen und dessen Vater Matthias, selbst begeisterter Fan. Matthias fuhr uns dorthin, parkte in der Heinrichsallee am Quellenhof und von dort gingen wir zu Fuß. Einige Meilensteine in der damaligen Geschichte des Vereins hatte ich so miterlebt: Es war die Zeit von Michel Pfeiffer, Jupp Martinelli, später Wladimir Beara und Branco Zebec, aber auch der Torschützen Bergstein, Glenski und des Verteidigers Nievelstein. Sportlich gesehen betätigte ich mich in der Leichtathletik und lief hier Mittelstrecken und Winterläufe, bei größerer Konkurrenz kam ich aber nicht über einen Platz im Mittelfeld hinaus.

 

 

Bei uns in der Flög organisierten wir gleichwohl sportliche Großereignisse, so einen Winterwaldlauf, den auch einmal der Eupener Turnlehrer am College, Kurt Ortmann, besuchte. An diesen Aktivitäten nahmen vor allen Dingen etwas später, ich war sicher schon 16 Jahre alt, die Freunde Bernd Kockartz und Manfred Koonen teil, auch sportbegeisterte und ehrgeizige Jungathleten. Bernd Kockartz hatte ich während seiner Zeit im Internat in Herve etwas aus den Augen verloren, später stieg er jedoch in die Bäckerei seines Vaters ein. Er machte die Lehre als Bäcker und Konditor und wiederum einige Jahre später seinen Meister und Großmeister. Er führte in vierter Generation eine der erfolgreichsten Großbäckereien der Region. Heute hat er diese an seinen Sohn Alexander übertragen. Mit Bernd habe ich viele Monate lang gemeinsam trainiert, im so genannten Lauf um den Landgraben im Wald vor meiner Haustüre. 

 

Mit Manfred Koonen verband mich lange Jahre eine große Freundschaft, vor allen Dingen in den Jahren im Athenäum und bis hinein in die Studienzeit. Erst im Berufsleben trennten sich unsere Wege, gleichwohl wir beide in Hauset wohnen blieben und Familien gründeten. Auch waren wir Mitglied im gleichen Kegel-Gesellschaftsklub. Viele Stunden hatte ich bei ihm zu Hause verbracht, einem Bauernhof in der äußersten Ecke von Hauset, Gut Weide genannt. Hier gab es immer frisches Brot mit Apfelkraut in Hülle und Fülle und hier konnten wir auf dem Heuschober stundenlang toben und erzählen.

 

Andere sportliche Ereignisse wurden auch im Rahmen der Katholischen Landjugend organisiert. Ich war Mitglied der kleinen Hauseter Gruppe, in der die alten Schulkameraden sich wiederfanden. Das Programm bestand zum Teil  aus geistlichen Veranstaltungen in der Schule, hier auch manchmal unterstützt durch regionale Verantwortliche, oder aus sportlichen Ereignissen wie Fußball, Tischtennis, Federballturniere oder eben auch Leichtathletikfeste. Ein Stadion gab es ja nicht, sodass dies alles auf der Wiese oder in der Schule stattfand. Die Medaillen und Urkunden verwahre ich noch heute in einer Kiste bei mir zu Hause auf, sie bleiben Erinnerungen an eine im Nachhinein betrachtet sorglose und fröhliche Jugendzeit. Im Fußball konnten die Hauseter keine Lorbeeren ernten, stets verloren wir gegen Eynatten und auch gegen Hergenrath, es war nicht unsere Stärke, wir waren einfach nicht zahlreich genug. Gelegentlich mussten wir sogar Söldner anheuern, um die Elf vollzählig zu bekommen. 

 

Die KLJ brachte auch gelegentliche Ausflüge in die Eifel mit sich, bei Veranstaltungen auf Dekanatsebene zum Beispiel. Unser Pfarrer war nun Pastor Pankert, bei dem allerdings ein strenges Regiment herrschte, denn er duldete zum Beispiel nicht die Teilnahme der Mädchen in unserer Gruppe, wenn wir dies auch noch so oft anfragten. Als die älteren Gruppenleiter ausgeschieden waren übernahm ich wohl für ein Jahr die Gruppe als Leiter und konnte dies auch dank meines Organisationstalents eine gewisse Zeit erfolgreich tun. Später verfiel die Gruppe jedoch mangels Mitglieder, die einzelnen Freunde waren nach und nach in alle Richtungen zerstreut.

 

 

 

Die Heirat meiner Schwester Monique

 

Meine Schwester Monique und ihr Freund Hermann Heitmann heirateten kirchlich im Aachener Dom am 4. August 1962. Hermann stammte aus einer Familie, die zuletzt in Bochum lebte. Er studierte in Aachen Maschinenbau am Institut von Professor Opitz. Monique und Hermann hatten sich wohl auf einer Busreise nach Spanien näher kennengelernt. Gefeiert wurde bei uns zu Hause, das Erdgeschoss des Gebäudes, wo vorher die Eheleute Bauens gelebt hatten, war von meinen Eltern in Besitz genommen worden. Es war keine große Hochzeit, aber eine sehr schöne. Ich konnte dahingehend einen Beitrag leisten, als dass ich zumindest als ein Redner während des Festmahls auftrat.

 

Ich war sechzehn Jahre alt, als meine Schwester Monique und Hermann mich 1964 mit auf eine Reise nach Schottland nahmen. Es war wohl meine erste große Reise im Leben und sie sollte in gewisser Weise meine Reiselust wecken. Es ging im eigenen PKW über Brügge nach Oostende und von dort mit der Fähre nach Dover. Es war eine Art „Bed & Breakfast“ Urlaub, wir bevorzugten zum Übernachten doch die festen Zimmer, denn im Zelt, das wir mit hatten, war es doch ob der regnerischen Atmosphäre recht ungemütlich. Wir besichtigten zunächst London und Canterbury, Oxford und Cambridge und dann ging es weiter nach Schottland. In Schottland ist mir das scheußliche Wetter in Erinnerung, aber auch die vielen schönen Burgen, Schlösser, Fjorde, die Kilts, die Städte und Inseln. Wir besuchten Gretna Green und Loch Ness. Bei Edinburgh erinnere ich mich an das Schloss und die Whisky-Brennerei. Insbesondere ein altes Schloss auf der Insel Skye hat sich mir ins Gedächtnis eingeprägt. 

 

Die Reise habe ich im Foto festgehalten, mit einem Fotoapparat Marke ADOX, den ich mir von meinem ersten sauer verdienten Geld erworben hatte. Geld verdiente ich mir auf eine sehr besondere Weise. Am deutschen Zollamt kamen jeden Morgen aus Aachen die deutschen Tageszeitungen mit dem Linienbus an, sie mussten von mir auf den Bus nach Eupen verladen werden. Dort nahm Herr Creutz vom Zeitschriftengeschäft in der Gospertstrasse die Zeitungen in Empfang. Auf diese Tätigkeit von mir konnte er sich gut verlassen. Ich hatte sie übernommen von Johann Zimmermann, genannt Scheng. Er war der jüngere Bruder von Nikolaus Zimmermann, dem Besitzer des alten Gebäudes der Restauration Zimmermann, jetzt Café Schmetz genannt. Das Gebäude mit Stallungen lag an der Aachener Straße, dort bewirtschaftete Nikolaus Zimmermann einen kleinen Bauernhof. Nikolaus Zimmermann, eine respektable Persönlichkeit im Dorf, Mitglied des Kirchenchors St. Cäcilia, war noch Jahre später einmal mein Gesprächspartner, als ich ihn für eine kleine Studie über Grenzverkehr befragte, als ich noch an der Uni in Lüttich studierte. Scheng, sein Bruder, war ein Hauseter Original. Er hatte schon in den fünfziger Jahren für den Gemeinderat kandidiert, wohl erfolglos. In der Restauration „Köpfchen“ bei Frau Panthel auf deutscher Seite, ebenfalls an der Aachener Straße gelegen (sie hieß auf deutscher Seite Eupener Straße) nahm er reichlich und regelmäßig Alkohol zu sich, er war dem Herrn Creutz in Eupen nicht mehr zuverlässig genug. Das war bei mir anders. Nie habe ich es in den Jahren versäumt, die Zeitungen auszuliefern bzw. zu verzollen. Das Verzollen bestand darin, einen Teil der Zeitungen an die Zöllner zu verteilen, auch Scheng bekam die Bild-Zeitung und den Kicker, der Rest musste, wie gesagt, nach Eupen. Ich bekam dafür monatlich 300 Franken, die ich sparte,  um mir zunächst eine Schreibmaschine der Marke OLYMPIA zu kaufen (für etwas über 3000 Franken), und als zweites eben jenen Fotoapparat der Marke ADOX, mit dem ich 1964 die Bilder in Schottland machte. 

 

 

Ferienjob im Kabelwerk Brand

 

Weiteres Geld verdiente ich unter anderem deshalb, weil ich während dieser Zeit über mehrere Jahre einen Ferienjob als Lagerarbeiter bei den Kabelwerken Rhenania in Aachen Brand angenommen hatte. Mein Vater arbeitete dort, nachdem er die Stelle bei SADAR in Neu-Moresnet aufgegeben hatte. Richard arbeitete hier bis zum Eintritt in seine Frührente im Jahre 1970. Genau erinnern, wie oft ich in Brand einen Ferienjob annahm, kann ich mich nicht mehr, es muss aber in den sechziger Jahren fünf Mal der Fall gewesen sein. Das Geld konnte ich in der Tat gut gebrauchen, nicht nur, um mir einige Anschaffungen zu leisten, sondern es ermöglichte mir auch, meine Reiselust zu befriedigen. Das Kabelwerk Rhenania gehörte ähnlich wie das Kabelwerk Eupen der Familie Bourseaux. Den Chef Bourseaux sah ich in dieser Zeit auch hin und wieder, er fuhr einen Sportwagen der Marke Porsche. Die Arbeitsumgebung selbst war eine Männerangelegenheit, deshalb konnte es für mich hier auch nur zaghafte Kontakte zum weiblichen Geschlecht geben. 

 

Die Heirat meines Bruders Siegfried

 

Mein Bruder Siegfried arbeitete während dieser Zeit im Kabelwerk Eupen, aber privat war er stets in und um die Heimatdörfer unterwegs. Auch war er musikalisch begabt und trat in einen Unterhaltungsorchester auf, mit einem gewissen Mathieu Herren, der in Hergenrath wohnte. Vielleicht hatte Siegfried dort seine Flamme Josée Zinzen kennengelernt, jedenfalls ging Siegfried den traditionellen Weg mit Antrag, Verlobung und schließlich Heirat. Oder war es in der Dorfkneipe in Hauset, die Josée`s Onkel Andreas Zinzen von Peter Kockartz gepachtet hatte, dass die beiden sich trafen. Jedenfalls heirateten Josée und Siegfried am 10. Juli 1965 in Hergenrath und die Feier fand im Elternhaus von Josée an der Aachener Straße statt. Ich hatte die Ehre, mit Josée‘s Schwester Waltraud Trauzeuge zu sein. 

 

Das Abitur am Athenäum in Eupen

 

Im Athenäum in Eupen herrschte, im Gegensatz zum College, ein nicht so strenges Regiment. Es war auch eine gemischte Schule. Ich musste mir in der Tat neue Freunde suchen, Manfred Koonen war einer von Ihnen. Ich traf ihn hier nach der Volksschule wieder. 

 

Da waren noch Fred Kirschfink aus Raeren und einige andere, so ein Rädelsführer mit Namen Tomiczek, der auch im Eupener Leichtathletikverein LAC Eupen aktiv war. Darüber hinaus waren hier jedoch auch viele Schüler aus dem plattdeutschen oder französischsprachigen Teil Belgiens eingeschult, weshalb auch die Umgangssprache in den Klassen oft Französisch sein konnte, wenn auch nicht immer. 

 

Von den Lehrern habe ich noch den Deutschlehrer Schmitz in Erinnerung, viele andere, ehrlich ge

sagt nicht, es waren alles in allem blasse Figuren. Ich hatte den wirtschaftlichen Zweig gewählt, im Gegensatz zu Latein oder Mathematik. Aufgefallen bin ich wegen der guten Noten in Buchführung und Betriebswirtschaft, insgesamt konnte ich die Abschlussnote von Jahr zu Jahr verbessern. Während der Lehrer für Französisch hier ein ruhiger und bedächtiger Mensch war, kam ein anderes Ekel zum Vorschein, der Mathelehrer Herbrant, der nur auf Französisch unterrichtete und uns die gerade propagierte Mengenlehre beibringen wollte. Wie wir diese trotzdem gelernt haben, ist mir schleierhaft, vielleicht hatte er selbst aber auch nicht allzu viel verstanden.

 

Die staatliche Schule war insgesamt großzügiger und etwas offener als das Bischöfliche Kolleg, beide Erziehungsrichtungen haben mir sicher gut getan, alles in allem konnte ich aber hier ohne weitere Hindernisse das Gymnasium abschließen, das Abitur als Klassenbester bestehen und die Eignung zum Universitätsstudium erwerben. Wenn auch nicht mit summa cum laude, so doch mit Auszeichnung (distinction). 

 

Die Freizeittätigkeiten während dieser Zeit am Athenäum waren eigentlich fließend übergegangen aus der Zeit im College, es hatten sich etwas die Freunde, die Kontakte und die Interessen verschoben. Insgesamt war es aber die Zeit der sportlichen Tätigkeiten, sowohl im Verein als auch auf der Ebene des Dorfes, die ich oben bereits erwähnte.

 

In Hauset wurde nach dem Tod von Pastor Robert Pankert 1965 Franz Jäger für ein Jahr Pfarrer. Die Landjugendgruppe war schon nicht mehr so aktiv, er war etwas bequem und konnte sich auch ansonsten nur kurze Zeit in Hauset halten. Ihm folgte 1966 Pastor Jean Levieux. .

 

Noch an keiner Stelle wurde bisher das weibliche Geschlecht in meinem Leben erwähnt. Es ist aber nicht so, als ob es dieses nun gar nicht gegeben hätte. In der Hauseter Volksschule war es so gewesen, dass wir bis zu unserem zwölften Lebensjahr noch nicht sonderlich aktiv waren, wenngleich ich mich erinnern kann, dass doch stets ein gewisses Interesse bestand, die drei einzigen weiblichen Klassenmitglieder zu umwerben, als da waren Simone, Helga und Marlene. Da dies aber für alle Jungen galt, war hier nicht allzu viel zu holen. Es hat sich auch nicht ergeben dass ein Junge aus der Klasse eine Klassenkameradin geheiratet hätte. 

So blieb also nicht allzu viel Gelegenheit, dem weiblichen Geschlecht zu nachzustellen. Während der Zeit im College war ohnehin „tote Hose“, die Kontakte beschränkten sich auf solche im Dorf oder in der Landjugend. Im Athenäum war dies etwas anders. Da war zum Beispiel die schöne Jenny, die Tochter eines belgischen Offiziers in Deutschland, die mir durchaus zugeneigt schien, bis ich erfuhr, dass sie eigentlich nur wegen meiner guten Noten bei mir war, damit ich ihr bei den Aufgaben helfen konnte. 

 

Im Abiturjahr und der selbst organisierten Abschlussfeier tauten dann die sonst so biederen Weibsbilder etwas auf, es war jedoch nun zu spät, da sich die Abiturienten recht schnell in alle Himmelsrichtungen versprengten. 

 

Während ich vom College noch einige Verbindungen und Kontakte in Erinnerung habe beziehungsweise auch heute noch der eine oder andere Mitschüler mir über den Weg läuft, so ist dies bei den Klassenkameraden des Athenäum nicht der Fall. Außer Manfred Koonen habe ich kaum noch zu einem anderen Mitschüler oder einer anderen Mitschülerin, Kontakt. In  Erinnerung sind mir noch Eugen Radermacher aus Raeren, mit dem ich in Lüttich an der Uni hin und wieder Schach spielte und Jacqueline Beaujean aus Welkenrath, die Jahrzehnte später als Beamtin des Finanzamtes bei mir auftauchte.

 

Nach bestandenem Abitur habe ich dann ein erneut im Kabelwerk Rhenania gearbeitet und mich dann auf den meinen Militärdienst vorbereitet. 

 

 

Was geschah sonst in diesen Jahren?

 

1958 hatte in Schweden erneut eine Weltmeisterschaft im Fußball stattgefunden, Brasilien mit Pele war diesmal der Sieger und Deutschland verlor in einem hässlichen Spiel gegen Schweden. Diese Spiele konnte ich nur im Fernsehen im Restaurant Heinz Kockartz in Hauset Vestert anschauen, denn zu Hause gab es noch kein Fernsehen. In Erinnerung sind mir die Namen der  Spieler Erich Juskowiak, Helmut Rahn, Hans Schäfer und Uwe Seeler.

 

Wie erzählt zog es uns Hauseter Kinder doch häufig nach Aachen, entweder in die Schwimmhalle in der Elisabeth-Straße oder auch ins Ufa Filmtheater. Manchmal strampelten wir auch mit dem Fahrrad dorthin, in der Regel fuhren wir aber mit der Eisenbahn ab Köpfchen. Die Eisenbahn wurde am 16.August 1959 stillgelegt, sie fuhr nur noch bis Linzenshäuschen. Ab diesem Datum ging es nur per Bus mit der Linie 4, entweder  nach Aachen, oder nach Eupen, aber immer ab Köpfchen. 

 

Meine Erinnerungen an die politischen Entwicklungen aus diesen Jahren in der Mittelschule sind sehr vielfältig. 1960 wurden in Afrika 17 Länder in die Unabhängigkeit entlassen, und wieder waren Belgien und König Baudouin mit dabei, wenn auch nicht in einer glückliche Rollen. Präsident der bis dato belgischen Kolonie Kongo war Joseph Kasavubu. Der erste Minister-Präsident des Kongo, Patrice Lumumba wurde im Januar 1961 in Katanga ermordet. Diese Tat löste weltweit Entsetzen aus. Den deutschen Spielfilm „Soweit die Füße tragen“ hatten wir uns bereits 1959 im Kino angesehen, er lief später natürlich auch im Fernsehen. Auf der Olympiade in Rom 1960 gewann Roger Moens aus Belgien die Silbermedaille über 800m, Armin Hary den Sprint über 100m. Die großen Ereignisse des Jahres 1961 die mir in Erinnerung blieben, waren insbesondere die Amtseinführung von Präsident John F. Kennedy in den USA, der erste Flug ins All von Juri Gagarin mit der Wostok 1 und schließlich der Bau der Mauer in Berlin am 13. August. Adenauer war immer noch Bundeskanzler und Willy Brandt Berlins Bürgermeister. Dies waren die politischen Ereignisse die auch meine Eltern interessierten, über Belgien wusste oder hörte man recht wenig. 1962 im Januar legte die Fernsehserie „Das Halstuch“, ein Krimi mit Dieter Borsche, das öffentliche Leben lahm. Zu Hause gab es noch immer kein Fernsehgerät, ich schaute mit Papa im Gasthof Heinz Kockartz. In Hamburg gab es die große Sturmflut und die Welt hielt den Atem an wegen der Kubakrise. In den Musikcharts, genannt Hitparade, im RTL Radio und im SWR Radio, tauchten zum ersten Mal die Beatles und die Rolling Stones auf. Bewegende Erinnerungen habe ich an das Jahr 1963: John F. Kennedy fiel in Dallas einem Attentat zum Opfer, Ludwig Erhard löste Konrad Adenauer ab und Martin Luther King hielt seine berühmte Rede „I have a dream“. Aber auch das „Wunder von Lengede“ und der Postraub in England blieben im Gedächtnis haften. Ich selbst wechselte in diesem Jahr die Schule in Eupen und ging nun ins Athenäum. 

 

1964 fanden die Olympischen Winterspiele in Innsbruck statt, die Sommerspiele in Tokyo. Gaston Roelants aus Belgien gewann die Goldmedaille im 3000m Hindernis-Lauf. Ich lauschte (während des Unterrichts) mit einem kleinen Radio der Übertragung. Nikita Chrustschow wurde von Leonid  Breshnjew abgelöst. Dieser sollte über zwei Jahrzehnte die Weltpolitik mitbestimmen, bis in die 80er Jahre. Immer für Schlagzeilen gut war Cassius Clay, der Weltmeister im Schwergewichtsboxen. Die Kämpfe gegen Sonny Liston schaute ich mir  nun auch am Fernsehen an. Mein Vater war auch stets interessiert. Ich denke etwa um diese Zeit war auch in unserem Wohnzimmer das Fernsehgerät der Mittelpunkt. Radio hörten wir nun etwas weniger, ich selbst meist nur die Hitparaden. Aber 1965 erschien im August die Ostbelgien-Ausgabe der Aachener Volkszeitung. Der Hauseter Willy Timmermann war der Chefredakteur dieser Ausgabe, die eine Konkurrenz für das Grenz-Echo darstellte, auch und gerade wegen der politischen Meinung die das Blatt vertrat.  Ansonsten habe ich von 1965 den Tod von Albert Schweitzer in Erinnerung, dem Arzt aus Lambarene. Persönlich hatte ich begonnen die Zeitschrift LIFE zu abonnieren und auch das Nachrichten-Magazin Time. Während der Hauptgrund war, gut Englisch zu lernen, blieb ein wichtiger Effekt natürlich, dass ich das Weltgeschehen bildlich und textlich gut miterleben konnte. 

 

Ab 1965 begannen die Amerikaner unter Präsident Johnson mit der Bombardierung von Hanoi. Der Bürgerkrieg hatte kein gutes ende genommen.  Papst Paul VI besuchte die UNO,  1964 hatte er als erster Papst Israel besucht. Er war ohne Zweifel ein politischer Papst, aber eben auch „Pillen-Paul“. In China begann die „Große Proletarische Kulturrevolution“ unter Mao Tse Tung. Kurt Georg Kiesinger löste Ludwig Erhard als Bundeskanzler ab. Das so bekannte „Tor von Wembley“ machte England zum Fußballweltmeister, zum Nachteil von Deutschland mit Uwe Seeler. 

 

Der Sprachgebrauch im Unterricht

 

Aber was nahm ich aus diesen Mittelschuljahren mit für mein politisches und gesellschaftliches Leben? Meine Erinnerung ist bestimmt durch den Sprachgebrauch im Unterricht. Die Tatsache, dass ich bei anderweitig durchschnittlich guten Noten wegen mangelnder Französischkenntnisse ein Jahr doppeln musste, hat ohne Zweifel meine Einstellung in dieser Frage für Jahre geprägt. Viele Kurse waren auf Französisch, es gab Lehrer die kein Deutsch konnten und der Französisch-Unterricht war schwierig. Auch die Zeugnisse waren zwar in zwei Sprachen ausgestellt, aber in größeren französischen Buchstaben. Das alles hat mich nicht abgehalten zum Studium nach Lüttich zu gehen. Aber diese Dominanz des Französischen in allen schulischen Bereichen war doch für mich, im Nachhinein betrachtet, ein ausschlaggebendes Merkmal für meine spätere Haltung. Inwieweit die Einstellung des Bezirkskommissars Hoen, der ja die Deutschbelgier nach Kriegsende endgültig assimilieren wollte,  eine Rolle spielte sei im Nachhinein der Betrachtung den Historikern überlassen (Für meinen Vater war Hoen ein rotes Tuch). Jedoch erst nach der Verabschiedung der Sprachgesetze auch im Schulgebrauch, erhielt die deutsche Sprache als Muttersprache den Stellenwert der notwendig war, um die deutsche Sprache und Kultur zu erhalten. Die Assimilierung war also gescheitert. Für mich war es auch keine Aversion gegen alles Französische oder Belgische, es war ganz einfach die Feststellung, dass ich mich ungerecht behandelt fühlte. Ohne die klare Einhaltung der Sprachgesetze bleiben die deutschsprachigen Belgier bis heute ein Stück weit nicht Bürger mit gleichen Rechten.  

 

 

Einige prägende Ereignisse der 60-er Jahre


Die Janssens aus Hauset

Walther und Elka Janssen wohnten mehr als 40 Jahre mit ihren drei Söhnen in dem kleinen Ort Hauset, einem Ortsteil der Gemeinde Raeren in Ostbelgien. Vieles in dem Archiv unserer Webseite dreht sich deshalb um diese 40 Jahre gemeinsamer Erlebnisse, aber auch um die Zeit davor. Elka und Walther wohnen seit 2013 in Schleckheim, einem Stadtteil im Süden von Aachen. Die beiden ältesten Söhne sind mit ihren Familien in Hauset geblieben, der jüngste Sohn wohnt am Firmensitz der Janssen Cosmetics in Oberforstbach (Aachen).  Wir möchten die Privatsphäre schützen, deshalb reagieren wir gerne auf Hinweise. Wenn Ihr also Hinweise,  Fragen, Anregungen und Vorschläge oder Ideen habt, meldet Euch gerne  

dialog@waltherjanssen.eu  


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Kommentare: 1
  • #1

    Detlev O. (Freitag, 01 Januar 2021 17:57)

    Lieber Walther, Du hast das Jahr 2020 sehr gut von allen Seiten beleuchtet. Immer ein Blick auch auf die Firma. Bleibt gesund