Ein neues Zuhause für die Familie

Elka und ich wir hatten 1978 das Baugrundstück gekauft von Richard Falkenstein, und sogleich mit der Planung des baus eines Eigenheims begonnen. Architekt war Lorenz Willems aus Eupen. Der Bau wurde 1979 begonnen und im Februar 1980 war das haus bezugsfertig. Es galt umzuziehen. 

2. Private Erlebnisse von 1980 -1982

 

1980 - Jetzt kam Reinhard zur Welt

1980 bezogen wir am 10. Februar unseren Neubau in der Flög und am 2. Mai wurde unser Sohn Reinhard geboren, ein nettes und fröhliches Kerlchen, von Ulrich geliebt und von uns allen gehätschelt. Mit den beiden Kindern und dem neuen Zuhause waren wir in diesem Jahr allerdings auch voll ausgelastet. Hinzu kam nämlich noch ein anderes Engagement, und zwar das  in der Hermann-Niermann-Stiftung aus Düsseldorf, auf das ich an anderer Stelle eingehe. 

 

Reinhard wurde am 7. Juni 1978 in der Pfarrkirche Sankt Rochus zu Hauset getauft, seine Paten waren Wolfgang Heitmann, der Sohn meiner Schwester Monique und Sylvia Janssen, die Tochter meines Bruders Siegfried. 

 

Schon 1980 unternahmen wir mit den beiden Söhnen eine Urlaubsreise, die uns nach Österreich, Italien, Liechtenstein und die Schweiz führte, das alles in unserem eigenen PKW, dem weißen Renault 16 mit der Nummer E.689.W. Einen neuen Firmenwagen, einen Volkswagen Santana, würde ich erst bekommen, als ich im April 1982 Prokurist geworden war. In Österreich besuchten wir die Familie von Norbert Burger in Kirchberg am Wechsel. Dr. Norbert Burger hatten wir über die Hermann-Niermann-Stiftung kennengelernt und wir verbrachten einige schöne Tage  vor Ort. Von Kirchberg ging es nach Südtirol wo wir uns in den Bergen verweilten, um dann über Vaduz und Zürich, wo wir die Freundin von Elka aus Jugendzeiten, Claudia Meyer, besuchten, wieder nach Hause zurück zu kehren. Es war für uns eine sehr schöne Reise, auf der wir viel erlebt hatten, es war aber mit den beiden Kindern auch eine beschwerliche Reise über die zahlreichen Pässe, zumal Reinhard noch sehr klein war. 

 

Ansonsten wurde am Haus noch viel gebastelt, denn vieles war noch lange nicht fertig. Als die Babor Importeurin aus den USA, Karin Swingle, uns privat besuchte war die Terrasse noch lange nicht fertig, sie wurde erst im Sommer angefüllt, mit Füllmaterial welches in der neuen Sandgrube Flög  verfüllt werden sollte. Noch vor dem Winter planierte die Firma Falkenberg alles.

 

Silvester verbrachten wir mit unseren langjährigen Freunden Karl-Heinz Schmidt und Nora sowie Jos Oesch und Nicole aus Luxemburg. Zu beiden Pärchen haben Elka und ich den Kontakt aufrecht erhalten, gesehen hat man sich allerdings doch nur alle paar Jahre einmal, aber immerhin. 

 

1981 - Reise nach Südafrika


Im Jahr 1981 richteten wir uns von Woche zu Woche immer besser in unserem neuen Haus in der Flög ein. Wir versuchten auch, uns bei all jenen zu bedanken, die uns so viel geholfen hatten, zum Beispiel bei meinem Patenonkel Klaus Dreessen und seiner Frau Kläri (Klara). Sie besuchten uns mit meiner Mama, die ja nebenan wohnte, und wir konnten die Vergangenheit Revue passieren lassen. 

 

Um in all dem Firmenstress etwas Ruhe zu finden, ich war ja sehr viel auf Geschäftsreise, hatte Elka im Sommer ein Ferienhaus an der deutschen Ostsee gemietet, nicht allzu weit von Kiel entfernt, in Laboe. Das Wetter wollte es so, dass es in der ersten Woche nur regnete, sodass wir nur im Friesennerz über den Deich gehen konnten. 

 

Reinhard war noch sehr klein, das Wetter war für unsere beiden Sprösslinge nicht besonders erquicklich. Wir wollten schon abreisen, als das Wetter zum Besseren umschlug und so konnten wir in den nächsten acht Tagen die Sonne am Strand genießen. Auf dieser Ferienreise besuchten wir auch meinen alten Studienkollegen Detlev Ohrenschall in Kiel. Detlev war jetzt Zahnarzt mit einer Praxis dort selbst. Erinnern konnte sich Ulrich vor allem an ein Hauskaninchen, das über Detlevs Apartment-Balkon lief. Ein weiterer Besuch galt dem U-Boot an der Gedenkstätte in Laboe. Gut entspannt kamen wir dann nach Hause zurück.

 

Im November 1981 nahm ich Elka mit auf die bereits erwähnte Geschäftsreise nach Kapstadt und Johannesburg, wo wir den Babor-Importeur, das Ehepaar Sharpe, besuchten. Auch dies war eine wunderschöne Reise, und wir haben uns die Zeit genommen, sowohl die Weingegend am südlichen Kap, den Naturpark Kap Horn als auch die Spielerstadt Sun City zu besuchen. Die Apartheid in dem Land war für uns doch eine bittere Erfahrung, sie spiegelte sich in allen Bereichen des öffentlichen Lebens wider. Meine Schwiegereltern Herbert und Eva waren für zwei Wochen in unser Haus in Hauset gezogen und versorgten hier die beiden Söhne. Meine Mutter war inzwischen doch gealtert und für eine solche Verantwortung stand sie nicht mehr zur Verfügung. Die Reise nach Südafrika war eine der wenigen größeren Reisen, die Elka während meiner Geschäftstätigkeit bei Babor mitmachte.

 

Traditionell hatten wir auch zum Jahreswechsel wieder Gäste zu uns eingeladen, diesmal waren es die Nachbarn in der Flög: Dieter und Bertha Grassmann und ihre drei Söhne sowie Aloys und Käthe Scheiff und die Bauers von nebenan. 

 

1982 - Viel Freude mit der "Brut"

 

Das Jahr 1982 war nicht weniger ereignisreich. Im Winter des Jahres 1982 traf ich meinen alten Brieffreund Nikolai Bulgakow aus Moskau erneut, diesmal in Leningrad, dem heutigen Sankt Petersburg. Ich war ja beruflich einige Male nach Finnland gereist, um den Babor-Kunden dort zu besuchen, und manches Mal hatte ich die Gelegenheit genutzt, eine Abstecher zu machen, so wie jetzt bei erster Gelegenheit nach Leningrad. Das Visum besorgte mir mein Geschäftspartner Fred Facius in Helsinki, weil es dort einfacher war. Auf meinen beiden früheren Reisen in die Sowjetunion hatte ich Leningrad nicht besucht, so dass ich diesmal sehr angetan war. Nik hatte überall Freunde, so auch hier in Leningrad. Es war aber eisig kalt und die Newa war zugefroren. So war es durchaus anzuraten, sich lange in der Eremitage aufzuhalten, dem berühmten Museum  mit seinen zahllosen Zimmern und Gemächern. Abends feierten wir mit Niks Freunden und nach zwei Tagen ging es wieder zurück. 

 

Ulrich besuchte nach den Sommerferien nun schon den Kindergarten in der Gemeindeschule von Hauset. Wir hatten aber in diesem Jahr keinen Urlaub geplant, zu Hause war es am schönsten.  

 

Inzwischen war ich in der Hermann-Niermann-Stiftung stark eingespannt, und so kamen auch Reisen zustande, die mit meinem politischen Engagement zusammenhingen. Eine davon war zum Beispiel der FUEV Kongress in Kopenhagen. 

 

Die FUEV (Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen) war eine internationale Vereinigung von Minderheitenvertretungen, die ich über meine Tätigkeit in der Regionalpolitik und im Volksgruppenrat kennengelernt hatte. Bei dieser Veranstaltung reisten auch Manfred Koonen, der alte Schulkamerad und Studienkollege, sowie seine Frau Christel mit. Die skandinavischen Länder, oder besser gesagt, einige wenige Städte, hatte ich auf meinen Geschäftsreisen für die Firma Babor kennengelernt. In Kopenhagen hatten wir nun doch etwas Zeit, die Stadt näher zu erkunden. Ich muss jedoch gestehen, dass übers Wochenende hier sozusagen „tote Hose“ herrschte. Somit waren unsere Erfahrungen gemischt. 

 

Über eine Anzeige in der FAZ  hatten wir ein junges Pärchen aus Düsseldorf, Gottfried und Marion  Friedrich kennengelernt, dass auf einer griechischen Insel in den Zykladen, Skopelos nämlich, ein Apartmenthaus zu bauen gedachte. Im Sommer besuchten sie uns in Hauset einige Male, um uns von einem Investment zu überzeugen. Wir waren dem Gedanken durchaus nicht abgeneigt und entschieden schließlich, dass wir den Versuch wagen wollten, uns zu beteiligen. Wir leisteten erst einmal eine Zahlung von 13.000 DM, aber es war Elka und mir klar, das dies nicht reichen würde. Mehr war für uns im Moment nicht drin, und außerdem war das Bauprojekt noch nicht einmal gestartet.

 

Weihnachten verbrachten wir mit meiner Mutter zusammen. Ihr ging es den Umständen entsprechend noch recht gut, wenngleich in diesen Jahren eine leichte Demenz einsetzte. Ihre Vergesslichkeit wurde stets ausgeprägter und mein Bruder Siegfried kümmerte sich letztlich darum, dass wir für Mama einen Pflegeplatz im Marienheim in Raeren erhielten. 

 

Unser Familienleben war also sehr stark geprägt durch meine Tätigkeit im Unternehmen Babor und durch die Tätigkeit im Kuratorium der Hermann-Niermann-Stiftung. Für mich war beides nicht einfach zu bewältigen, denn die vielen Auslandsaufenthalte und die häufige Abwesenheit machten alles für mich recht schwierig. Elka hatte die große Last der Kindererziehung zu tragen. Schon

 

Die Janssens aus Hauset

Walther und Elka Janssen wohnten mehr als 40 Jahre mit ihren drei Söhnen in dem kleinen Ort Hauset, einem Ortsteil der Gemeinde Raeren in Ostbelgien. Vieles in dem Archiv unserer Webseite dreht sich deshalb um diese 40 Jahre gemeinsamer Erlebnisse, aber auch um die Zeit davor. Elka und Walther wohnen seit 2013 in Schleckheim, einem Stadtteil im Süden von Aachen. Die beiden ältesten Söhne sind mit ihren Familien in Hauset geblieben, der jüngste Sohn wohnt am Firmensitz der Janssen Cosmetics in Oberforstbach (Aachen).  Wir möchten die Privatsphäre schützen, deshalb reagieren wir gerne auf Hinweise. Wenn Ihr also Hinweise,  Fragen, Anregungen und Vorschläge oder Ideen habt, meldet Euch gerne  

 

dialog@waltherjanssen.eu  


Deine Meinung

Gib hier Deine Meinung zu der Webseite - Please enter here your opinion and comments

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Gästebuch

Kommentiere im Gästebuch  - Please comment in our guestbook 

Kommentare: 1
  • #1

    Detlev O. (Freitag, 01 Januar 2021 17:57)

    Lieber Walther, Du hast das Jahr 2020 sehr gut von allen Seiten beleuchtet. Immer ein Blick auch auf die Firma. Bleibt gesund