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Pandemie verlass mich nie

Geimpfte und Impfgegner

 

Aus meinem beschaulichen zu Hause habe ich die Pandemie wohl wie die meisten Menschen erlebt. Wir haben uns nur im Kreise der Familie und den engsten Verwandten oder Freunden bewegt, in Belgien nannte man dies die Blase. Nach der dritten Welle gegen Ende von 2020 ging es dann mit den Impfungen im diesem Jahr dann doch recht gut voran. Wenn man allerdings den Medien glaubt war dies alles eine Katastrophe. Wie so oft bei so vielen gesellschaftlichen Ereignissen spielten nach meiner Wahrnehmung die Medien auch hier wieder eine unrühmliche Rolle: nichts ist eigentlich gut. 

 

Nachdem die Impfkampagne doch recht schnell Fahrt auf nahm, hatten wie ja als epidemiologischen Kompass ja Prof. Karl Lauterbach verfügbar, gegen Ende Juni waren doch über 50% der Erwachsenen geimpft. Aber dann kam der Zug doch ins Stocken, und selbst heute sind noch nicht einmal 70% in der Bundesrepublik geimpft. Wenn zuvor die Querdenkerbewegung, unterstützt von Rechtsradikalen, hauptsächlich gegen die Einschränkungen demonstrierten, versammelte man sich diesmal, meist ohne Maske, um gegen die Impfung zu demonstrierten. Interessant war es zu beobachten, wie immer wieder von Seiten der Politik versucht wurde, die Impfgegner auch noch in ihrem Freiheitsdrang zu bestätigen. 

 

Wir hatten ja die Möglichkeit Maßnahmen in Belgien mit denen von Deutschland zu vergleichen. Insgesamt sind heute in Belgien über siebzig Prozent geimpft, also deutlich mehr als in Deutschland. Die Gegner sind hier die gleichen, aber es gab doch unterschiedliche Bewertungen die zum Beispiel dazu führten, dass die Jugendlichen ab 12 Jahren sich wesentlich früher impfen lassen konnten. Hierzu wurde in Deutschland wochenlang diskutiert und debattiert, mit dem Ergebnis dass sich dann doch wesentlich weniger Jugendliche impfen lassen. Ähnliche Unterschiede gab es auch mit der Schulpolitik, die in Belgien und auch in der deutschen Gemeinschaft Belgiens um Eupen und Sankt Vith, wesentlich lockerer gehandhabt wurden. Im Ergebnis ist es aber durchaus so, dass die Sterberate in Deutschland wesentlich niedriger war als in Belgien (wobei nicht ganz klar ist, wen die belgischen Behörden alles mitzählen), und das auch die Zahl der Infizierten wesentlich höher liegt pro 100.000 Einwohner. Zur zeit ist es sogar so, dass dieser wert im Süden der DG um Sankt vith und auch im Kreis Malmedy wesentlich höher liegt und das Gebiet als rote Zone gekennzeichnet wurde. 

 

Dass so viele Menschen sich nicht impfen lassen werden und also in Kauf nehmen sich zu infizieren, mag bedauerlich sein, es ist auch unverständlich und fahrlässig. Aber deshalb werden alle wohl noch recht lang mit der Pandemie leben müssen, sie wird uns so schnell nicht verlassen. 

 

 

 

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Die Janssens aus Hauset

Walther und Elka Janssen wohnten mehr als 40 Jahre mit ihren drei Söhnen in dem kleinen Ort Hauset, einem Ortsteil der Gemeinde Raeren in Ostbelgien. Vieles in dem Archiv unserer Webseite dreht sich deshalb um diese 40 Jahre gemeinsamer Erlebnisse, aber auch um die Zeit davor. Elka und Walther wohnen seit 2013 in Schleckheim, einem Stadtteil im Süden von Aachen. Die beiden ältesten Söhne sind mit ihren Familien in Hauset geblieben, der jüngste Sohn wohnt am Firmensitz der Janssen Cosmetics in Oberforstbach (Aachen).  Wir möchten die Privatsphäre schützen, deshalb reagieren wir gerne auf Hinweise. Wenn Ihr also Hinweise,  Fragen, Anregungen und Vorschläge oder Ideen habt, meldet Euch gerne  

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Detlev O. (Freitag, 01 Januar 2021 17:57)

    Lieber Walther, Du hast das Jahr 2020 sehr gut von allen Seiten beleuchtet. Immer ein Blick auch auf die Firma. Bleibt gesund